Peter Gold: Boykott gegen ein Nürtinger Schuhgeschäft

von Anne Schaude und Manuel Werner, 2020


Links: Fanny Sali Gold geborene Schiffmann und Peter Gold; Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of Moses und Ruth Rontal, Wedding portrait of Fanny and Peter Gold, Photograph Number: 80518, Link: collections.ushmm.org/search/catalog/pa1177999, Genehmigung liegt vor. Rechts: Das Gebäude der damaligen Filiale in der Neckarsteige 4, Nürtingen, im Jahr 2020. Foto: Anne Schaude.

Boykottaufruf der NSDAP gegen jüdische Firmen

Am 28. März 1933 ordnete die NSDAP die erste reichsweite antijüdische Aktion nach dem Machtantritt Hitlers an. Es war der Boykott gegen jüdische Ärzte, Geschäfte und Anwälte, der ab dem 1. April 1933 begann und offiziell als „Abwehrmaßnahme gegen angebliche ausländische ,Greuelpropaganda‘ sowie gegen eine angebliche jüdische Kriegserklärung an Deutschland deklariert“ wurde. So stellten sich an diesem Samstag überall in Deutschland Mitglie­der der SA (Sturmabteilung), der Hitlerjugend und des Stahlhelms zum Beispiel vor jüdische Ge­schäfte, um Kunden vom Einkauf abzuhalten (1/401). Angesichts der Drohungen hielten aber viele jüdische Geschäftsinhaber ihre Läden an diesem Tag geschlossen (2/38).

Als das Ausland mit scharfen Sanktionen für deutsche Waren drohte und die neuen Machthaber we­gen der hohen Arbeitslosigkeit „negative Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft befürchten“ mussten, wurde dieser erste Boykott am 4. April 1933 „von der Regierung für beendet erklärt“ (1/401). Daraufhin wurden zum Beispiel Schaukästen „der radikalsten nationalsozialistischen Ta­geszeitung, des ,Stürmers‘, aufgestellt, die mit ausgehängten Parolen und Artikeln bestückt waren und so die Stimmung im Reich anheizten. Aggressive Demonstranten fanden schnell ihre neue Ziel­scheibe in der jüdischen Minderheit. Mitglieder von Partei und SA „veranstalteten Kundgebungen und Boykotte. Sie warfen Fensterscheiben ein oder zerrten Menschen durch die Straßen, die sexuel­ler Beziehungen zwischen Juden und Ariern beschuldigt“ worden waren. Überzeugte Nationalsozia­listen demonstrierten „ihre antisemitischen Überzeugungen vor aller Augen“ und setzten sie gegen Zweifler durch. Besonders in Gemeinden mit bescheidenem Freizeitangebot befriedigten sie zudem die Schaulust „und luden alle ,arischen‘ Bewohner ein, sich durch aufmunternde Zurufe oder eigene Gewalthandlungen ... zu beteiligen“ (3/127).

Die Ereignisse im Frühjahr 1933 waren für die deutschen Juden ein tiefer Schock (3/153). Auch ein Nürtinger Geschäft war von diesem Boykott betroffen: Es war die Filiale eines Schuhgeschäfts in der Neckarsteige 4, die der Esslinger Kaufmann Peter Gold (1887 – 1937) angemietet hatte. „Die Vorwürfe und Maßnahmen gegen ihn“, gegen sein Hauptgeschäft in Esslingen und gegen seine Filialen in Reutlingen, Göppingen, Geislingen, Kirchheim/ Teck und Nürtingen rissen nicht ab (4/169) und führten letztendlich im Frühjahr 1933 zur Schließung all seiner Geschäfte.

 

Peter Gold und seine Schuhgeschäfte

Peter Gold wurde im August 1887 im heutigen Pidwolotschysk in der Ukraine (damals Podwoloc­zyska in Galizien) geboren. Seine Eltern waren der „Kaufmann Lev Gold mit seiner Ehefrau Rosa, geborene Rosenblum“. Peter Gold besaß die „österreichische, später auch die polnische Staatsange­hörigkeit“. Seine Ausbildung zum Kaufmann absolvierte er im Geschäft der Eltern, die unter ande­rem Schuhwaren, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Bedarfsgegenstände zum Kauf anboten. Von 1908 bis 1909 leistete er seinen Militärdienst bei einem Infanterieregiment in Lemberg ab. Nach kurzen beruflichen Zwischenaufenthalten in Nürnberg, Gera und Erfurt kam Peter Gold im Jahr 1910 nach Stuttgart, wo er in einer Eiergroßhandlung tätig war (5/246).

Hochzeitsfoto Fanny und Peter Gold (Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of Moses und Ruth Rontal, Wedding portrait of Fanny and Peter Gold, Photograph Number: 80518), Link: https://collections.ushmm.org/search/catalog/pa1177999

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er im August 1914 zu seinem Regiment nach Lemberg einberufen (5/247). Peter Gold „kämpfte an verschiedenen Fronten, erhielt zwei Auszeichnungen“ und wurde 1916 schwer verwundet (6/35). Daraufhin kam er in die Lazarette nach Triest und Prag und konnte in Esslingen seinen Genesungsurlaub verbringen. Dort „lernte er seine spätere Frau Fan­ny (Sali, Sally) Schiffmann kennen“, die er im Mai 1917 heiratete. Noch einmal musste Peter Gold zu seinem Regiment nach Lemberg, kam aber nach Kriegsende nach Esslingen zu seiner Familie zurück. Das Ehepaar bekam drei Töchter: Erna (geboren 1918), Ruth Rosa (geboren 1920) und Ingeborg Channa (geboren 1927) (5/247).

Fanny Gold, die eine kaufmännische Lehre absolviert hatte, hatte schon vor ihrer Heirat, im Jahr 1913 die Leitung eines Esslinger Schuhgeschäfts in der Pliensaustraße 35, einer zentral gelegenen Geschäftsstraße der Esslinger Innenstadt, übernommen. Dieses konnte sie im Jahr 1917 kaufen und in die Pliensaustraße 48 verlegen. Nach der Heirat betrieb sie dieses Geschäft gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Bruder Heinrich Schiffmann (1891 - 1970), wobei ihr Ehemann Peter Gold der of­fizielle Inhaber wurde. Im Jahr „1926 ließ er das Schuhgeschäft, in dem auch eine Reparatur- und Maßwerkstätte eingerichtet war, auf seinen Namen in das Handelsregister eintragen“ (5/248).

Das ehemalige Hauptgeschäft in der Esslinger Pliensaustraße 48 im Jahr 2020 (18)

Sein Schwager Heinrich Schiffmann berichtete nach dem Krieg, Peter Gold habe sich damals in kurzer Zeit „ausreichende Sach- und Fachkenntnisse“ erworben, so dass er in der Leitung, wie im Einkauf und Verkauf mit tätig sein konnte. Sein Hauptgebiet sei der Verkauf, dessen Überwachung und das Lager, gewesen (7). Dem eisernen Fleiß und der Zähigkeit der Familie war es zu verdanken, dass in einer Zeit des großen Warenmangels neue Schuhe angeboten werden konnten. Um zu Lie­ferterminen zu fahren, nutzte Peter Gold oft die Nächte. Zu dem Geschäft in Esslingen kamen schnell die Filialen Göppingen, Kirchheim/ Teck, Reutlingen und 1931/32 die Filialen Geislingen und Nürtingen hinzu (7). In den sechs Geschäften waren 1933 insgesamt 32 Personen beschäftigt (5/248). Die Läden liefen gut, vielleicht auch wegen Peter Gold‘s unkonventioneller Werbung. Unter anderem erhielt „der erste Kunde am Montagmorgen seine Schuhe gratis“. Das Schuhgeschäft „verteilte Luftballons … und veranstaltete Malwettbewerbe für Kinder“. Bis 1933 kamen einige junge Verwandte aus dem Osten, die in der Familie Gold aufgenommen wurden und Ausbildung und Studium erhielten (6/36).


Der Briefkopf des Schuhgeschäfts aus dem Jahr 1933 (9)

 

Boykott gegen Gold‘s Schuhgeschäfte

Schon in den 1920er Jahren „bekam Peter Gold Schwierigkeiten mit dem ,Verein Württembergi­scher Schuhwarenhändler‘, Ortsgruppe Esslingen, der ihm ,unlauteren Wettbewerb‘ vorwarf. … Mehrfach wurde Anzeige gegen ihn erstattet, nur eine führte zu einer Geldstrafe von sechzig Reichsmark“ (6/36). In dieser Zeit richteten sich die Angriffe der nationalsozialistischen Bewegung insbesondere gegen die Ostjuden (8), zu denen das Ehepaar Gold gehörte. Nach dem Boykottaufruf vom März 1933 waren ihre Schuhgeschäfte „sofort Ziel der antijüdischen Hetzkampagne“ (6/37): Die NSDAP ging gleich am 1. April in äußerst hässlicher und verleumderischer Weise gegen seine Schuhgeschäfte und die angeblich unseriösen Verkaufspraktiken vor. Peter Gold wurde auch der Po­lizeischutz entzogen (5/ 249). Im Mai 1933 folgte die Einziehung seiner Geschäftserlaubnis (6/37). Daraufhin musste er zuerst das Esslinger Hauptgeschäft schließen, dann folgten die Schließungen der Filialen Göppingen, Kirchheim/ Teck  (5/249) und Geislingen (11). Peter Gold legte zwar Widerspruch gegen die Entscheidung zur Schließung seiner Geschäfte ein, letztendlich resignierte er im August 1935 aufgrund von „langfristigen Verfahren“, wobei er seinen Antrag auf Wie­derzulassung zum Schuhhandel zurückzog  (6/37).  

Die Reutlinger Filiale, die Peter Gold seit 1928 geführt hatte, wurde 1933 von Heinrich Rosenrauch übernommen. „Die massive Gewalt der reichsweiten Pogromnacht am 9. November 1938“  führte das Ende des traditionsreichen Schuhladens (in Reutlingen) herbei“ (11/167). Im Jahr 1980 berichtete Heinrich Rosenrauch einer Journalistin, er sei in der „Kristallnacht“ vom Obersturmbannführer aufgefordert worden, „… alles, was im Laden ist, auf die Straße zu schmeißen“. Anschließend nahm er ihn mit ins Reutlinger Gefängnis. Am nächsten Morgen wurde Heinrich Rosenrauch entlassen, kam aber wenig später für sechs Wochen ins Konzentrationslager Dachau. Die Schuhe, die am Mor­gen des 10. Novembers 1938 auf der Straße lagen und die Durchfahrt der Straßenbahn behinderten, wurden von Passanten „wieder in den Laden geworfen“. Daraufhin übernahm wohl die Nürtingerin Luise Ilg den Warenbestand aus dem Reutlinger Geschäft für ihren hiesigen Laden (12/167ff).

Boykott gegen Golds Nürtinger Filiale

Horcht auf! Ankündigung der Filial-Eröffnung am 4. März 1932 (13)

Im Jahr 1931 gab es in Nürtingen neun Schuhhandlungen, die sich „weitgehend in der Hand der 17 Schuhmacher“ befanden. Schuhmacher fertigten neue Schuhe an und reparierten die alten. Sie, die im Handwerk verwurzelt waren, betrieben oftmals zum Werkstattbetrieb einen Kleinhandel mit Schuh- und Lederwaren. Konkurrenz befürchteten diese Händler zum Beispiel durch den Schuhver­kauf im Rahmen von Wanderlagern, die auswärtige Großhändler für einen begrenzten Zeitraum in der Stadt veranstalteten“. Auch „Fachfremde“ waren als Konkurrenz nicht gern gesehen: So nahm im Oktober 1928 der Schneider Karl Ilg (geboren 1888 in Frickenhausen, 1922 Heirat nach Nürtin­gen (10)) zu seinem Bekleidungshandel in der Nürtinger Neckarsteige 4 eine Schuhverkaufsstelle hinzu. „Heftig befehdet von der örtlichen Fachkonkurrenz musste Ilg … nach drei Jahren seinen Schuhhandel“ aufgeben (4/80).  Im März 1932 eröffnete der Esslinger Kaufmann Peter Gold im sel­ben Gebäude eine Schuhgeschäfts-Filiale mit Reparaturannahme (11).

Peter Gold‘s neues Schuhgeschäft war also ebenfalls „Konkurrenz“ für das hiesige  Handwerk“ (4/80). Doch vom sogenannten Judenboykott am 1. April 1933 war es betroffen, weil der Inhaber Jude war. So berichtete im Jahr 1999 eine ehemalige Nürtingerin, wie sie den Boykott des Schuh­hauses Gold erlebt hatte:

Ich kam mit einer Freundin die Neckarsteige herauf und sah vor dem Schuhgeschäft Gold . . . einen SA-Mann in voller Uniform stehen. Da wusste ich natürlich gleich, was los war, und wir blieben neugierig stehen. Eine Frau . . . überquerte vom Brunnen her die Straße und ging auf das Schuhgeschäft zu. Der SA-Mann hielt sie an und sprach auf sie ein. Die Frau ging dann kopfschüttelnd langsam weiter und stand eine Zeit lang vor dem Schaufenster. . . . Als der SA-Mann in die andere Richtung ging, um die nächsten Leute auf dem Gehsteig anzuhalten, ging die Frau schnell zur Ladentüre hinein“. Niemand sei aus dem Laden herausgekommen, ergänzte die Nürtingerin ihre Beobachtungen, „ver­mutlich wurde ein anderer Ausgang benützt. Überall an den Schaufenstern waren die . . . Aufkleber ,Kauft nicht beim Juden‘ angebracht. Ich habe mich damals gefreut, dass die Frau dem SA-Mann ein Schnippchen geschlagen hat . . . “ (14)

Weitere Schikanen

Treibende Kraft weiterer Schikanen waren die (hiesigen) Mittelstandsvereinigungen, die weiter ge­gen Peter Gold agierten“ (4/169). Insbesondere waren dieses der Obermeister der Nürtinger Schuh­macher-Zwangsinnung Robert Eisenlohr (geboren 1875 (10)), Schuhmacher und Schuhgeschäftsinhaber, und der Leiter vom sogenannten Nürtinger Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes der NSDAP, hier kurz Kampfbund genannt, Gotthold Maier (1877 – 1957 (10)). Maier besaß in der Kirchstraße ein Kolonialwaren-Geschäft mit Eisen-und Kohlenhandlung (10). Der NS-Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand, der unter anderem die Boykott-Aktionen gegen Warenhäuser organisierte, sah es als seine Aufgabe an, den Mittelstand zu Lasten der Großunternehmer zu stärken (15/47).

Am 8. Mai 1933 bat Kampfbundleiter Maier in einem schriftlichen Gesuch das Oberamt Nürtingen, die Schließung der hiesigen Filiale des Schuhhauses Gold zu veranlassen (16). Parallel dazu unter­strich  Robert Eisenlohr in einem Gesuch an das Oberamt, der Bitte Maier‘s zu entsprechen: „Durch zahlreiche Anfragen hiesiger und auswärtiger Schuhmacher-Kollegen, warum die hiesige Filiale der Firma Gold nicht geschlossen wurde, da doch seine Geschäfte in Esslingen, Göppingen, Geislingen und Reutlingen geschlossen seien, sehe ich mich veranlasst, Sie zu bitten, dem hiesigen Kampf­bundleiter die Genehmigung zur Schließung zu erteilen. Mehrere meiner Kollegen haben sich geäu­ßert, die Schließung gewaltsam zu erzwingen und die Fenster einzuschlagen, wenn nicht bald ge­schlossen würde. Ich möchte als Obermeister der Innung solchen Unannehmlichkeiten aus dem Wege gehen und könnte in Zukunft für Ausschreitungen meiner Kollegen keine Verantwortung übernehmen“ (17).

Das Gebäude der damaligen Filiale in der Neckarsteige 4, Nürtingen, im Jahr 2020 (18)

Schließung der Nürtinger Schuhhaus-Filiale

Daraufhin ordnete wohl das Oberamt am 13. Mai die Schließung der hiesigen Gold‘schen Filiale an (19). Am 20. Mai 1933 konnte Peter Gold vorübergehend seine Nürtinger Filiale nochmals öffnen. Dazu schrieb die Württembergische Politische Polizei dem Oberamt: „Unbeschadet der weiteren Maßnahmen gegen die Firma Peter Gold wird die Schließung der Geschäfte der Firma Peter Gold mit sofortiger Wirkung wieder aufgehoben, damit die Firma die Möglichkeit hat, ihren Verpflich­tungen gegenüber Behörden und Privatpersonen nachzukommen“ (20).

Diese neue Vorgehensweise gefiel der Nürtinger Schuhmacher-Innung überhaupt nicht: Als deren Vertreter forderte Robert Eisenlohr am 22. Mai den Einsatz des Kampfbundes gegen das jüdische Unternehmen (21). Zusätzlich intervenierte er am 24. Mai 1933 in einem Brief an den Nürtinger Landrat Nägele: „... Die gesamte Schuhindustrie leidet wirtschaftlich sehr unter dem unlauteren Ge­schäftsgebaren der Firma Gold. Wir bitten den Herrn Landrat um Unterstützung, damit es uns mög­lich sein wird, diesem unlauteren und gegen die guten Sitten verstößende Geschäftsgebaren entge­genzutreten, damit das Schuhgeschäft Gold erneut geschlossen wird“. In seinem Brief beklagte Ei­senlohr die schlechte Situation der hiesigen Schuhmacher mit folgenden Worten: „Nicht nur, dass sehr viele Schuhmacher arbeitslos geworden sind, da alle Schuhreparaturen nach Esslingen kom­men und diese Schuhmacher der öffentlichen Fürsorge preisgegeben sind, sondern auch der Schuh­handel leidet wirklich sehr schwer darunter, damit es dem Schuhhandel kaum möglich ist, seine not­wendigen Lebensbedürfnisse bestreiten zu können“ (22).

Daraufhin ließ das Bürgermeisteramt die Nürtinger Filiale der Firma Gold erneut schließen und zwar durch zwei Polizeibeamte, am Freitag, den 26. Mai 1933, um vier Uhr nachmittags. Die Schlüssel des Geschäfts wurden in Polizei-Verwahrung genommen (23). Es hatte eine Meldung ge­geben, dass ein  nationalsozialistischer Stadtrat eine Einzelaktion gegen die Nürtinger Schuhhaus-Filiale geplant hatte (24). Laut Beschluss des Nürtinger Oberamtes vom 21. August 1933 wurde es daraufhin Luise Ilg gestattet, das Nürtinger Schuhgeschäft wieder in eigener Regie zu übernehmen (25).

Reichsweites Handelsverbot für Peter Gold

Brief von Peter Gold an das Nürtinger Oberamt (28)

Am 31. Mai 1933 wurde dem Kaufmann Peter Gold der Handel mit Schuhwaren innerhalb des gan­zen Reichsgebiets untersagt. Das Oberamt Esslingen berief sich dabei auf eine Verordnung über Handelsbeschränkungen vom Jahr 1923 (26). Sein darauffolgender Einspruch wurde als unbegründet verworfen (28). Wie schwer muss Peter Gold das Schreiben eines Briefes gefallen sein, der heute noch als Kopie vorliegt? Am 8. Juni teilte er dem Oberamt folgendes brieflich mit: „Ich melde hierdurch meinen gewerblichen Betrieb (Filiale Nürtingen) ab. Der Betrieb lag seit dem 29. April 1933 auf behördliche Anordnung still und durfte nur vorübergehend vom 20. Mai bis 26. Mai dieses Jahres geöffnet werden. - Hochachtungsvoll Peter Gold“ (28).

Nur wenige Wochen später, nämlich im August 1933, „wurde der ,Kampfbund‘ formell aufgelöst und in die ,Nationalsozialistische Handwerks-, Handels- und Gewerbeorganisation‘, kurz NS-Hago genannt, überführt“ (4/169). - Einen letzten Versuch, seine Geschäfte zurückzubekommen, wagte Peter Gold noch im Januar 1934, als er mit seinem Rechtsanwalt zum polnischen Generalkonsulat nach München fuhr. Aber auch der Konsul erklärte, er könne ihm keinerlei Hilfe angedeihen lassen (29).

Verkauf des Warenlagers und Vermietung der Geschäftsräume

Ein geregeltes Einkommen besaß die Familie jetzt nicht mehr. Nach der erzwungenen Geschäftsauf­gabe fehlte ihr die ausreichende Lebensgrundlage, zudem hatte die Familie keine realistische Zu­kunftsperspektive mehr (30). Als erstes musste Peter Gold sein Warenlager verkaufen, die Mietver­träge und das Personal abtreten (31). Im September 1933 kam ein Übernahme-Vertrag zustande: Gottlieb S., dessen Vater regelmäßig mit Peter Gold in Geschäftsbeziehung gestanden hatte, über­nahm die Schuhwarenlager, Mietverträge und das Personal der Geschäfte aus Esslingen, Göppingen und Kirchheim/ Teck (32).

Peter Gold starb im März 1937 in der Universitätsklinik in Frankfurt/ Main (33) „an den Spätfolgen seiner im Ersten Weltkrieg erlittenen Verletzungen. Er wurde im israelitischen Teil des Stuttgarter Pragfriedhofes beigesetzt“ (5/249).

Der Grabstein vom Grab Peter Golds im jüdischen Teil des Stuttgarter Pragfried­hof. Foto: Manuel Werner.

 

Über- und Weiterleben von Ehefrau und Töchtern

Die nun verwitwete Fanny Sali Gold wurde mit ihren Töchtern Ruth und Ingeborg im Oktober 1938 vor ihrer Abschiebung nach Lemberg/ Polen „mit sofortiger Wirkung in Abschiebehaft ge­nommen“ (34). Im Jahre 1939 durfte sie „zur Abwicklung ihrer Angelegenheit“, worunter der Ver­kauf ihrer Grundstücke (Arisierung) gemeint war, noch einmal für zwei Wochen nach Esslingen zu­rückkehren (6/40). Die Liegenschaften der Familie Gold – dies waren das Wohn- und Geschäftshaus Pliensaustraße 48, ein weiteres Gebäude und eine Parzelle - kaufte ein Tapeziermeister-Ehepaar (35). In diesem kurzen Zeitraum von nur zwei Wochen wurde auch - vorbereitend für die Auswanderung nach Palästina - die Wohnung „ausgeräumt, alle Sachen verpackt, eingeladen und abgeschickt“. Auf einem Frachtschiff sollte der ganze Hausrat separat von Genua aus in den Nahen Osten transportiert werden. Das Schiff war schon ausgelaufen, als es „zurückgeholt und die gesamte Fracht beschlagnahmt“ wurde (6/40).

Mittellos und ohne Eigentum kam Fanny Gold mit ihrer jüngsten Tochter Ingeborg im September 1939 von Polen über Triest in Kfar Schmarjahu (Schikun)/ Palästina an. Kfar Schmarjahu liegt im Distrikt Tel Aviv und wurde im Jahr 1937 in der fünften Alija gegründet (36). - Das Wort Alija stammt aus der Bibel und bezeichnet im Judentum die Rückkehr von Juden als Einzelne oder Grup­pen ins Land Israel. Hier steht es für die jüdische Einwanderung nach Palästina, beziehungsweise ab 1948 nach Israel. - Auch die Tochter Ruth hätte mitkommen sollen, ihr dramatisches Schicksal wird weiter unten ausführlicher beschrieben. Fanny Gold bestritt ihren dortigen Lebensunterhalt un­ter anderem als Haushaltshilfe und mit Näharbeiten (6/40).

Die Tochter Erna wurde im Februar 1918 in Esslingen geboren (36). Bis 1933 besuchte sie die Grundschule, dann die Höhere Töchterschule (Mädchenrealschule) in Esslingen. Als sie von einem auf den anderen Tag die Schule verlassen musste, „weil dort für Juden kein Platz mehr sei“, schick­ten ihre Eltern sie nach  Freienwalde bei Berlin zur Krankenpflege-Ausbildung. Im Jahr „1936 hei­ratete Erna in Göppingen den Herbert Guthmann aus Frankfurt/ Main“. Ein Jahr später flüchtete das junge Paar auf Grund der Judenverfolgungen nach Palästina, wo es anfänglich einen Bauernhof be­wirtschaftete, den ihr Vater Peter Gold gekauft hatte. 1938 und 1940 wurden die Kinder Jael und Micha geboren (6/37f). Später war Erna Guthmann als Krankenschwester in Kfar Schmarjahu tätig. Sie starb im Oktober 1973 während des Jom-Kippur-Krieges an einem Herzanfall im Alter von 55 Jahren und wurde in ihrem Wohnort beigesetzt (6/38).

Ruth Rosa, die zweite Tochter von Peter und Fanny Gold, wurde im August 1920 in Esslingen ge­boren. Sie besuchte die Grundschule, anschließend bis 1937 die Höhere Töchterschule in Esslingen, die sie mit der Mittleren Reife abschloss. Im Gegensatz zu ihrer Schwester habe man ihr "den Schulbesuch nicht verweigert", berichtete sie viele Jahre später, und zwar, weil sie einen polnischen Pass besaß und deshalb in der Schule als Gastschülerin geführt werden konnte. "In den Zeugnislisten erscheint ihr Name noch im Schuljahr 1932/33, dann erst wieder im Schuljahr 1936/37, ihrem Abschlussjahr". In den Jahren dazwischen ist ihr Name in den Listen nicht zu finden. "Somit gab es offiziell keine jüdische Schülerin mehr in dieser Klasse". - Nachdem ihre Aufnahme in die dortige Frauenarbeitsschu­le abgelehnt wurde, besuchte Ruth Rosa für ein Jahr die jüdische Haushaltungsschule in Wolfrats­hausen (6/38). Im Oktober 1938 wurde sie mit Mutter und Schwester Ingeborg nach Polen abge­schoben (5/247). Von dort wollten sie über Triest nach Palästina auswandern (6/41).

„Am 31. August 1939 kamen sie mit einem der letzten Züge vor Kriegsausbruch an die italienische Grenze nach Tarviso. Die Mutter und Tochter Ingeborg durften die Grenze überschreiten, Ruth we­gen des fehlenden“ Auswanderungszertifikats nicht. Da Zehntausende auswandern wollten/ muss­ten, hatte das Palästina-Amt in Berlin ihr Zertifikat inzwischen „verkauft“. Auf dem Rücktransport nach Polen wurde sie in Beuthen verhaftet (6/41) und an die polnische Front gebracht. Mit Hilfe ei­nes jungen Polen gelangte Ruth auf polnisches Gebiet, wobei der junge Mann erschossen wurde. Vom Ghetto Krakau, in dem sich nur Juden aufhalten durften, die dort geboren waren, konnte sie – in Getreidesäcken versteckt – ins Ghetto Tarnow geschmuggelt werden. Dort überlebte sie drei Räumungen (6/41), sie überlebte auch die KZ‘s Ravensbrück, Auschwitz, Gundelsdorf und Mal­chow, wo sie am 3. Mai 1945 von der Sowjet-Armee befreit wurde. Nach mehreren Krankenhaus-Aufenthalten kehrte Ruth Rosa im August 1945 nach Esslingen zurück (5/247).

Ende März 1946 heiratete sie in Stuttgart den Opernsänger und Kantor der dortigen jüdischen Gemeinde Moses Rontal (geboren 1905 in Wilna/Polen). Seine erste Ehefrau war mit den beiden gemeinsamen Kindern im Ghetto Radom umgekommen. Ruth Rosa und Moses Rontal bekamen zwei Söhne und wanderten später (5/247) nach Douglas/Chicago aus, dort starb sie über  80jährig um das Jahr 2006 (38).  

Ingeborg Channa, kurz Inge, die dritte Tochter von Peter und Fanny Gold, wurde im November 1927 in Esslingen geboren. Anfänglich besuchte sie die deutsche Grundschule, wo sie „beim Fah­nenappell das Horst-Wessel-Lied mitsang und die Hand zum Hitlergruß erhob. Dafür wurde sie mit einer Ohrfeige bestraft“. Als jüdische Schülerin hätte sie beim Fahnenappell ihren Blick zu senken, war die Meinung der Schulleitung. Daraufhin besuchte Inge bis zum Jahr 1938 die Schule im Jüdi­schen Waisenhaus Esslingen. Mit ihrer Mutter wurde sie im Oktober 1938 nach Polen abgeschoben, mit ihr „wanderte“ sie im Jahr 1939 zur ältesten Tochter/ Schwester nach Kfar Schmarjahu aus (6/38).  

Dort ging Inge Channa weiter zur Schule. Sie lebte im Kibbuz und gehörte der Jugend-Alija an, ei­ner jüdischen Organisation in der NS-Zeit, die versuchte, möglichst viele Jugendliche aus dem Deutschen Reich vor allem nach Palästina in Sicherheit zu bringen. In der Untergrundbewegung „Palmach“, in der sie aktiv war, „lernte sie Rafi Rabinowitz/ Rabinowicz kennen, den sie im April 1946 heiratete“. 1947 bekam das Paar einen Sohn. Schon ein Jahr später starb Channa‘s Ehemann, der im Befreiungskrieg fiel. Daraufhin „gab sie ihren Sohn zunächst in eine Pflegefamilie und schlug sich als Putzfrau und Kantinenhilfe durch“. Ihr zweiter Ehemann war Jacob (Jankel) Fishfeder (geboren 1913 in Polen), mit dem sie zwei Kinder bekam (6/39). Die Familie lebte in Herzliya. Mehrmals nach dem Krieg kam kam Ingeborg Channa zu Besuch nach Esslingen, zuletzt im Jahr 1986 zusammen mit ihren Kindern  (5/247).

Versuch einer „Wiedergutmachung“

Nach dem Krieg stellten Fanny Gold und ihre drei Töchter als Erben Peter Gold‘s Anträge auf Wie­dergutmachung ihres erlittenen Unrechts. Die Rückerstattungen und auch die Bewilligung von Ren­tenansprüchen an Fanny Gold beim Landesamt für Wiedergutmachung zogen sich über viele Jahre hin. Folgendes ist bekannt:

Im Jahr 1950 erhielten die Erben Peter Gold's von Gottlieb S. eine Art Nachzahlung für den Verkauf ihres Wa­renlagers im Jahr 1933 zugesprochen. Somit wurde ihnen der damalige Zwangsverkauf anerkannt (39). Anfänglich sperrte die Militärregierung dieses neue Vermögen der Familie Gold, weil alle Er­ben noch ihren Wohnsitz im Ausland hatten (39).  

Im März 1951 gab der Schlichter für Wiedergutmachung beim Amtsgericht Stuttgart, dessen Name nicht bekannt ist, eine Stellungnahme ab:

„Nichts spricht dafür, dass die Erben Gold freiwillig Deutschland verlassen haben, wo sie ihren Grundbesitz hatten und seit Jahrzehnten wohnten, alles aber, dass sie dies auf Grund der Judenverfolgungen taten. … Spätestens seit Dezember 1938 musste die An­tragstellerin (Fanny Gold) gerade als Jude das Schlimmste für ihren Grundbesitz fürch­ten, … Inzwischen war das Leben für Juden in Deutschland noch unerträglicher geworden, da war es das Natürlichste, dass die Mutter dahin auswandert, wo schon ihre Tochter war. … Es ist das gute Recht der Antragstellerin, das zurückzufordern, was sie … einzig und allein unter dem Druck der Verfolgung aufgeben musste" (40).

Weiter entschied der Schlichter für Wiedergutmachung im Jahr 1951, dass das Tapeziermeister-Ehepaar, das im Jahr 1939 Golds Geschäftshaus gekauft hatte, damals keinen angemessenen Kaufpreis entrichtet habe. Er erklärte: "Die verfolgte Person war, wie dem Rückerstattungspflichtigen bekannt sein musste, Jude. Ein angemessener Kaufpreis wurde nicht entrichtet, das Rechtsgeschäft als solches und mit seinen wesentlichen Bestimmungen wäre ohne Herrschaft des Nationalsozialismus niemals abgeschlossen worden". Er entschied, das das Grundstück wieder den Verfolgten zustehe. Zudem hatte das Grundbuchamt die Verfolgten wieder in das Grundbuch einzutragen (41).

Als Fanny Gold im Sommer 1952 nach Esslingen zurückkehrte, begann sie, sich dort erneut eine Existenz aufzubauen (42). Zusammen mit ihrem Bruder Heinrich Schiffmann eröffnete sie ihre ehemaligen Geschäfte in Esslingen und Göppingen. Im Jahr 1955 wurde das Esslinger „Schuhhaus Gold“ wieder ins dortige Handelsregister eingetragen (5/249).

Im Februar 1953 zahlte das Land Baden-Württemberg an die Erben einen Festbetrag für den Scha­den, der ihnen durch die Verdrängung von Peter Gold „aus seiner gewerblichen Tätigkeit als Schuheinzelhändler aus Gründen der Rasse unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ent­standen ist“. Die genaue Höhe des 1939 entstandenen Schadens ließ sich nicht mehr feststellen (43).

Ab 1960 erhielt Fanny Gold Witwenrente (44), weil ihr Ehemann Peter Gold keine „ausreichende Lebensgrundlage nach der erzwungenen Aufgabe des Gewerbes  gefunden hatte“ (45). Nach ihrem Rückzug aus dem Geschäft zog Fanny Gold nochmals nach Israel (5/249), wo sie 1972 in Herzliya starb. In Kfar Shmaryahu wurde ihr Leichnam bestattet (46).

Der „Völkermord am jüdischen Volk kann nie gesühnt und schon gar nicht wiedergutgemacht“ werden! Die Regelungen, die im Jahr 1952 zwischen Deutschland und Israel vertraglich festge­legt wurden, waren „allenfalls finanzieller Ersatz für materielle Schäden. Es wurden im Rahmen einer globalen Wiedergutmachung Zahlungen“ von fast vier Milliarden Deutsche Mark (DM) „an Israel und an jüdische Organisationen der außerhalb Israels lebenden Juden vereinbart“. Dabei konnte die Rückerstattung von entzogenen Vermögenswerten kein Ersatz für die Vermö­genswerte von 1933 gewesen sein (47/373). Diese Zahlungen hatten Symbol-Charakter für das unendliche Leid, das den Juden von den Nationalsozialisten zugefügt worden war.

  • add

    1. Hrsg. W. Benz/ H. Graml/ H. Weiß, Enzyklopädie des Nationalsozialismus, dtv, 1997, ISBN 3-608-91805-1

    2. Hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung, Heft 314, Nationalsozialismus: Aufstieg und Herr­schaft, Bonn, 2012, ISBN 0046-9408

    3. M. Föllmer, Kultur im Dritten Reich, „Ein Leben wie im Traum“,  Verlag C.H. Beck, München 2016, ISBN 978 3 406 67905 6

    4. Hrsg. R. Tietzen, Nürtingen 1918 – 1950, Verlag Sindlinger-Burchartz, Nürtingen/ Frickenhau­sen, 2011, ISBN 978-3-928812-58-0, S. 168

    5. Hahn, Joachim, Jüdisches Leben in Esslingen, Esslinger Studien, Schriftenreihe Band 14, 1994

    6. Frauen leben Geschichte, Ein Weg durch Esslingen, Esslingen 1996

    7. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 14/5

    8. StAL FL 300/33 I Bü 13743, Blatt 13/14

    9. NA 464, Blatt 14 v. 08. 06. 1933

    10. StANT, 2019/20

    11. Stadt Reutlingen, Heimatmuseum und Stadtarchiv, Reutlingen 1930 – 1950, Nationalsozialis­mus und Nachkriegszeit, 1995, ISBN 3-927228-61-3

    12. B. Wenke, Interviews mit Überlebenden, Verfolgung und Widerstand in Südwestdeutschland, K. Theiss Verlag, Stuttgart, 1980, ISBN 3-8062-0209-5

    13. Nürtinger Tagblatt vom 03. 03. 1932

    14. Bericht von Hannelore Münch, Sonnenbühl, Stadtarchiv Nürtingen, Dokumentation „Nürtinger Juden“

    15. W. Benz, Geschichte des Dritten Reiches, Lizenzausgabe f. Bundeszentrale für politische Bil­dung, Bonn 2010, Verlag C.H. Beck oHG, München 2000, ISBN 978-3-89331-449-2

    16. NA 464, Peter Gold, Blatt 1 vom 08. 05. 1933, Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes der NSDAP, Ortsgruppe Nürtingen an das Oberamt Nürtingen, Herrn Regierungsrat Dr. B., Nürtingen, Betr. Schließung des Schuhhauses Peter Gold, Filiale Nürtingen

    17. NA 464, Peter Gold, Blatt 2 vom 09. 05. 1933 an das Oberamt Nürtingen zu Händen von Herrn Regierungsrat Dr. B. von Robert Eisenlohr, Schuhhaus, Nürtingen, Betr. Gesuch der Schuhmacher-Zwangsinnung

    18. Fotos Anne Schaude

    19. NA 464, Peter Gold, Blatt 4 vom 13. 05. 1933, Nürtingen von Oberamt Dr. B. an Bürgermeister­amt

    20. NA 464, Peter Gold, Blatt 6 vom 20. 05. 1933, Stuttgart, Württ. Politische Polizei an das Ober­amt Nürtingen, Betr. Maßnahmen gegen Warenhäuser

    21. StANT, 22. 05. 1933, Protokoll des Gewerbevereins

    22. NA 464, Peter Gold, Blatt 8 vom 24. 05. 1933, Nürtingen, Schuhmacher-Zwangsinnung, Nürtin­gen, an das Württ. Oberamt Nürtingen z.H. von Landrat Nägele

    23. NA 464, Peter Gold, Blatt 10 vom 26. 05. 1933, Bürgermeisteramt Nürtingen an das Oberamt, Meldung

    24. NA 464, Peter Gold, Blatt 11 vom 27. 05. 1933, vom Oberamt Nürtingen an Württ. Politische Polizei, Stuttgart

    25. NA 464

    26. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 25

    27. NA 464, Peter Gold, Blatt 17 vom 22. 12. 1933, vom Württ. Landesgewerbeamt an Oberamt Esslingen

    28. NA 464, Peter Gold, Blatt 14 vom 08. 06. 1933, Peter Gold an das Württ. Oberamt, Nürtingen

    29. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 40/1

    30. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 86

    31. StAL FL 300/33 Bü 13754, Blatt 17

    32. StAL FL 300/33 I Bü 13743, Blatt 6/12

    33. StAL EL 350I Bü 31754, Blatt 45/6 

    34. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 14/8 vom 28. 10. 1938, Ritter in Vertretung für Landrat, Verfü­gung

    35. FL 300/33 I Bü 13744, Blatt 26/38 vom 14. 03. 1951, Beschluss der Rückerstattungssache

    36. www.geni.com/people/Erna-Guthmann/6000000001420968741; 2020

    37. www.geni.com/people/Ruth-Rontal-Gold/6000000001655735986; 2020

    38. StAL FL 300/33 Bü 13743, Blatt 22, vom 19. 09. 1950, Amtsgericht Stuttgart, Schlichter für Wiedergutmachungssachen

    39. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 12a, Erbschein, Gold, Peter, Ehefrau Sali Gold

    40. StAL FL 300/33 I Bü 13744, Blatt 26 v. 14. 03. 1951

    41. StAL FL 300/33 Bü 13743, Blatt 1, Schlichter für Wiedergutmachung

    42. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 9 v. 01. 10. 1952, Stadt Esslingen an Landesamt für Wiedergut­machung

    43. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 46 vom 17. 02. 1953, Vergleich, Amt für Wiedergutmachung

    44. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 94

    45. StAL EL 350 I Bü 31754, Blatt 86

    46. www.geni.com/people/Fanny-Gold/6000000001656056004; 2020

    47. F. Bedürftig, Taschenlexikon Drittes Reich, Piper Verlag, München, 1998, ISBN 3-492-22369-9